
Willy-Brandt-Medaille für Dr.Dr. Ulrich Mende
Familiär war der Rahmen, als die Plankstädter Sozialdemokraten zum Adventstreffen zusammentrafen. Ohne formale Tagesordnung ließ die Vorsitzende Jutta Schneider wichtige Ereignisse im zu Ende gehenden Jahr Revue passieren. Sie wünschte allen ein entspanntes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein friedvolleres Jahr 2026.
Dr. Jürgen Kegler leitete in Vertretung seiner erkrankten Frau Anja, selbst Gemeinderätin, zu dem einzig wichtigen Punkt an diesem Abend über: Der Überreichung der Willy-Brandt-Medaille, der höchsten SPD-Auszeichnung, an Dr. Dr. Ulrich Mende, den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Gemeinderat. Mit dieser Medaille bringt der Ortsverein seinen Dank und seine Achtung gegenüber Ulrich Mende zum Ausdruck. Während seiner über 50-jährigen Mitgliedschaft in der SPD hat er Verantwortung und Verlässlichkeit gezeigt. „Denn“, so die Urkunde, „den Menschen zu helfen und der Sache der Sozialdemokratie zu dienen, war für Dich immer ein hohes Gut. Mit Deiner Arbeit hast Du beispielhaft die sozialdemokratischen Ideale „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ mit Leben erfüllt.“
Einziger Sozialdemokrat in Plankstadt mit Ehrenbürgerwürde
Jürgen Kegler ergänzte, dass Mende der Einzige ist, dem in der über 125-jährigen Geschichte der SPD in Plankstadt die Ehrenbürgerwürde verliehen wurde und dessen Name der zentrale Platz im Antonius-Quartier trägt.
Da ein solches Lebenswerk selten allein entsteht, bedankte sich Kegler bei Brigitte Mende. Ihre Unterstützung, ihr Rückhalt und ihre Zuversicht haben dieses jahrzehntelange Ehrenamt erst möglich gemacht.
Gaby Wacker, langjährige Gemeinderätin gemeinsam mit Mende, erinnerte daran, dass sie ihn schon als Kleinkind von der „Siedlung“ her kenne. Ihre Oma habe damals gesagt „dess iss en ganz Gscheiter“. Seine beruflichen Erfolge in der Chemie und der Radiologie haben dies bewiesen. Umso höher sei sein Einsatz für die Gemeinschaft zu werten.
Ulrich Mende griff dies in seiner Dankesrede auf, in dem er an seine Mutter erinnerte, die ihn aufgefordert habe, seine Fähigkeiten gerade auch für andere einzusetzen. Er habe seine politische Arbeit immer gern gemacht und der Einsatz für benachteiligte Menschen lohne sich immer! Eine kritische Anmerkung musste er schließlich noch loswerden: „Sich hochintelligent fühlende Politstrategen haben allzu oft keine Ahnung von der Praxis, so dass in der Kommunalpolitik die Fehler der „großen“ Politik ausgebügelt werden müssen.“
Gerhard Wacker


Kreistagsfraktion

